Ratgeber zum Zeitmanagement gibt es wie Sand am Meer: Prioritäten setzen, To-do-Listen, Pareto-Prinzip. Das ist alles richtig, aber im Alltag scheitert es bei uns selten an der Methode. Es scheitert an der Abstimmung: Wer hat wann Zeit und wer hat schon wo zugesagt? Unsere Lösung ist simpel, ein geteilter Google-Kalender.
So machen wir es
Meine Frau und ich haben unsere Google-Kalender schon seit vielen Jahren gegenseitig freigegeben. Ich sehe ihre Termine, sie sieht meine. Ändern können wir beim anderen nichts, wir können nur hineinschauen. Damit man nicht durcheinanderkommt, haben die Kalender unterschiedliche Farben: Meine Termine sind lila, ihre orange. Feiertage erscheinen bei mir türkis und Geburtstage rosa. Ein Blick genügt und ich weiß, wer an welchem Tag schon verplant ist.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst
Die wichtigste Regel ist keine technische: Wer zuerst einträgt, hat den Termin. Wenn meine Frau am Samstag schon mit Freunden verabredet ist, plane ich mein Treffen eben an einem anderen Tag. Das klingt banal, erspart uns aber viele Diskussionen.
So richtest du das ein
Am einfachsten geht es in der Browser-Version von Google Kalender:
- Links in der Liste „Meine Kalender“ beim eigenen Kalender auf die drei Punkte klicken und „Einstellungen und Freigabe“ wählen.
- Unter „Für bestimmte Personen oder Gruppen freigeben“ die E-Mail-Adresse des Partners hinzufügen und als Berechtigung „Alle Termindetails sehen“ wählen.
- Der Partner bekommt eine Einladung und sieht den Kalender danach bei sich.
- Die Farbe stellt jeder bei sich ein: In der Kalenderliste auf die drei Punkte neben dem Kalender des Partners klicken und eine Farbe auswählen.
Fazit
Kein Kalender ersetzt das Gespräch miteinander. Aber seit wir unsere Kalender teilen, müssen wir viel weniger hin und her schreiben. Wer Zeit hat, sieht das sofort, auch wenn der andere gerade beschäftigt oder nicht erreichbar ist.
Beitragsbild: Towfiqu barbhuiya / Unsplash





