Ich hatte in meinem Leben schon ziemlich viele Smartphones. Ein Blick in meinen Ordner mit Fotos und Daten alter Geräte zeigt das ganz gut: vom Nokia 6125 über mehrere iPhones bis zu Geräten von HTC, Sony, Motorola, Huawei, Xiaomi, Google und Samsung. Früher habe ich ständig zwischen iOS und Android gewechselt. Mein letztes richtiges iPhone war das 6s Plus, dazu hatte ich damals auch die erste Apple Watch. Seitdem bin ich bei Android geblieben. Das hat Gründe.

Was mich bei Android hält
- Anpassbarkeit: Startbildschirm, Widgets, Standard-Apps. Ich richte mein Smartphone so ein, wie ich es will und nicht so, wie der Hersteller es vorgibt.
- Apps außerhalb des Play Stores: zum Beispiel YouTube ReVanced, eine modifizierte YouTube-App ohne Werbung und mit Wiedergabe im Hintergrund. In der EU erlaubt Apple seit 2024 zwar alternative App-Stores, aber mit vielen Einschränkungen. Ein offizielles ReVanced gibt es für das iPhone nicht. Es gibt zwar ähnliche Tweaks wie uYou oder YTLite, die muss man aber umständlich per Sideloading installieren und regelmäßig neu signieren. Auf Android installiere ich die App einmal und fertig.
- Makros: Mit MacroDroid laufen Abläufe automatisch ab, sobald eine Bedingung eintritt. Früher hatte ich in meinem Toyota Auris Hybrid ein Android-Autoradio. Sobald sich mein Smartphone per Bluetooth mit dem Radio verbunden hat, hat es automatisch einen Hotspot fürs Auto gestartet.
- Widgets mit echtem Nutzen: Apps wie Blitzer.de können als Widget oder Overlay über anderen Apps laufen.
- Kamera: Bei Android gibt es mehr Auswahl, von günstig bis zum Flaggschiff mit starkem Zoom.
- Preis: Für jedes Budget gibt es ein gutes Android-Smartphone. Bei Apple fängt der Spaß deutlich höher an.
Was mich an beiden nervt
An Android nervt mich manchmal die Komplexität. Es gibt für alles eine Einstellung und manchmal sucht man ewig. An iOS nervt mich, dass es so starr ist. Was Apple nicht vorsieht, geht eben nicht.
Android und Mac vertragen sich
Ich nutze trotzdem Apple-Geräte, zum Beispiel ein MacBook Air M1. Das klappt mit meinem Android-Smartphone gut. Was unter Apple-Geräten AirDrop erledigt, mache ich mit LocalSend. Die App gibt es kostenlos für Mac, Android und viele andere Systeme und sie schickt Dateien direkt über das heimische WLAN.
Fazit
Wenn mich jemand fragt, empfehle ich eigentlich immer Android, schon aus Preisgründen. Wer es einfach haben will und kein Problem damit hat, dass Apple die Regeln macht, ist bei iOS aber auch gut aufgehoben.
Wie es mir mit dem Galaxy Z Fold 7 ergangen ist, das ganz unten in meiner Liste steht, erzähle ich in einem eigenen Beitrag.
Beitragsbild: Kelly Sikkema / Unsplash





