Dawid Toppa

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Warum ich Abos hasse

Warum ich Abos hasse

Dass Mobilfunk und DSL monatlich kosten, finde ich völlig in Ordnung. Da bekomme ich jeden Monat eine Leistung, die jemand bereitstellen muss. Aber inzwischen soll ich für fast alles ein Abo abschließen und in den meisten Fällen ist das für mich schlicht Geldschneiderei.

Holzbuchstaben bilden das Wort SUBSCRIBE
Foto: Markus Winkler / Unsplash

Software, die mir nie gehört

Adobe verkauft seine Programme seit 2013 nur noch im Abo. Microsoft hat gerade erst im Januar die Preise für Microsoft 365 Single und Family deutlich erhöht und das mit Copilot begründet, einer KI, nach der ich nie gefragt habe. Wer den alten Preis behalten will, muss aktiv in eine „Classic“-Variante wechseln. Ich würde für gute Software gern einmal richtig Geld bezahlen, auch wenn es teuer ist. Nur gibt es diese Möglichkeit kaum noch.

Für jede Serie ein eigenes Abo

Früher gab es einen Streamingdienst und da lief fast alles. Heute ist jede Serie bei einem anderen Anbieter. Wer alles sehen will, zahlt für Netflix, Prime, Disney+ und noch zwei weitere.

Hand mit Fernbedienung vor einem Fernseher mit Netflix-Logo
Foto: freestocks / Unsplash

Bei Spotify ist es ähnlich. Für das, was ich bekomme, finde ich es zu teuer und bei den Künstlern kommt davon viel zu wenig an. Seit 2024 bekommen sie für Songs mit weniger als 1.000 Streams im Jahr sogar gar nichts mehr. Dazu kommt: Spotify hat schon 2021 eine verlustfreie Qualität angekündigt und bis heute nicht geliefert, während Apple Music und Amazon Music das längst ohne Aufpreis anbieten.

Die Sitzheizung im Abo

Mein Lieblingsbeispiel: BMW hat 2022 in mehreren Ländern, darunter Deutschland, die Sitzheizung als Monatsabo angeboten. Die Heizung war schon fest im Auto verbaut und mit dem Auto bezahlt. Man sollte also monatlich dafür zahlen, dass ein Bauteil eingeschaltet wird, das man längst besitzt. Nach massiver Kritik hat BMW das 2023 wieder abgeschafft. Trotzdem treffe ich immer wieder Leute, die so etwas verteidigen. Für mich ist das Kundenverarsche und daran ändert auch kein Marketing etwas.

Was ich stattdessen mache

Wo es geht, nutze ich Open Source und hoste selbst. Auf meinem Unraid-Server laufen Nextcloud statt eines Cloud-Speicher-Abos, Immich statt Google Fotos und Jellyfin für meine eigenen Filme. Das kostet etwas Einarbeitung und Strom, aber die Daten und die Software gehören mir.

Und das Kündigen?

Das ist in Deutschland zum Glück einfacher geworden. Seit März 2022 verlängern sich neue Verträge nach der Mindestlaufzeit nur noch monatlich und seit Juli 2022 gibt es den Kündigungsbutton auf Webseiten. Das eigentliche Problem ist also nicht mehr das Kündigen. Das Problem ist, dass es zu vielen Dingen gar keine Alternative mehr gibt.

Fazit

Abos für laufende Leistungen wie Internet und Mobilfunk sind okay. Abos für Software, Funktionen oder Hardware, die ich längst bezahlt habe, finde ich unverschämt. Wo immer es eine Alternative gibt, nehme ich sie.

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