Dawid Toppa

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Ladezyklen: So schone ich die Akkus im Smartphone, Steam Deck und MacBook

Ladezyklen: So schone ich die Akkus im Smartphone, Steam Deck und MacBook

Wenn ich ein neues Gerät mit Akku bekomme, schaue ich als Erstes nach, ob es eine Funktion zum Schutz des Akkus gibt. Wenn ja, schalte ich sie ein. Warum ich das mache und welche Einstellungen ich nutze, erkläre ich hier.

Was ist ein Ladezyklus?

Ein Ladezyklus ist erreicht, wenn insgesamt einmal die volle Kapazität des Akkus geladen wurde. Ob am Stück oder in Etappen, spielt keine Rolle. Wer zweimal von 50 auf 100 Prozent lädt, hat also einen Zyklus verbraucht. Mit jedem Zyklus verliert ein Akku ein kleines bisschen Kapazität. Apple gibt zum Beispiel für das MacBook Air M1 an, dass der Akku nach 1.000 Zyklen noch rund 80 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität haben soll.

Was dem Akku schadet

Am meisten setzen einem Lithium-Ionen-Akku Hitze, ein dauerhaft voller Ladestand und eine komplette Entladung zu. Ein voll geladener Akku ist wie ein angespannter Muskel: Eine Weile geht das, aber ewig geht das nicht gut. Am wohlsten fühlt er sich im mittleren Bereich. Genau da setzen die Akkuschutz-Funktionen an: Sie stoppen das Laden, bevor der Akku ganz voll ist.

Smartphone und Tablet

Bei Samsung heißt die Funktion „Akkuschutz“. Auf meinem Galaxy S25 Ultra gibt es zwei Optionen: „Standard“ lädt bis 100 Prozent und erst wieder nach, wenn der Akku auf 95 Prozent gefallen ist. „Maximum“ stoppt fest bei 80, 85, 90 oder 95 Prozent. Anfangs hatte ich 80 Prozent eingestellt, inzwischen sind es 90 Prozent. Der Grund: Ich scrolle zu viel auf der Toilette durch Social Media und der große Bildschirm leert den Akku schneller, als mir lieb ist. Früher beim Galaxy S20 FE gab es nur einen festen Wert von 85 Prozent. Den gleichen Schutz mit 85 Prozent nutze ich auch auf meinem Samsung-Tablet.

Samsung Einstellung Akkuschutz mit Modus Maximum und Ladegrenze 80 Prozent
Der Akkuschutz auf meinem Galaxy S25 Ultra, hier noch mit 80 Prozent

Eine Erfahrung vom Galaxy S23 gehört auch hierher: Beim kabellosen Laden wurde es sehr heiß. Deshalb habe ich es nur noch per Kabel geladen. Wärme schadet dem Akku mehr als jeder einzelne Zyklus.

Steam Deck

Valve hat 2025 eine Ladegrenze für das Steam Deck eingeführt. Sie steckt in den Einstellungen unter Energie. Meine steht auf 80 Prozent.

MacBook Air M1

Auf dem MacBook habe ich früher das Tool AlDente genutzt, um das Laden bei 80 Prozent zu stoppen. Inzwischen reicht mir das eingebaute „Optimierte Laden“ von macOS. Es lernt meinen Alltag und hält den Akku bei 80 Prozent. Theoretisch lädt macOS auf 100 Prozent, wenn es glaubt, dass ich das MacBook gleich unterwegs brauche. Passiert ist mir das aber noch nie. Samsung bietet mit dem adaptiven Akkuschutz übrigens eine ähnliche lernende Funktion an. Alle anderen Geräte halten sich strikt an die feste Grenze, die ich eingestellt habe.

Mein MacBook habe ich gebraucht gekauft. Laut macOS ist der Batteriestatus „Normal“, die maximale Kapazität liegt bei 87 Prozent und der Akku hat 139 Zyklen hinter sich. Die 87 Prozent gehen also nicht allein auf mein Konto. Bis zu den 1.000 Zyklen, die Apple angibt, ist aber noch viel Luft.

Uhr, Kopfhörer und Co.

Für Geräte ohne eigene Ladegrenze habe ich einen einfachen Trick: Die Steckdose an meinem Bett ist nur von 0 bis 6 Uhr eingeschaltet. Meine Uhr und meine Kopfhörer hängen dort also nicht die ganze Nacht und den halben Tag voll geladen am Strom.

Fazit

Ich verzichte lieber auf ein paar Prozent Akkulaufzeit am Tag, als nach zwei Jahren einen müden Akku zu haben. Die Funktionen kosten nichts und sind in wenigen Sekunden eingeschaltet. Wenn dein Gerät so etwas anbietet, nutze es.

Beitragsbild: Wengang Zhai / Unsplash

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