Dawid Toppa

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Ender 3 V2: Mein Erfahrungsbericht nach drei Jahren

Ender 3 V2: Mein Erfahrungsbericht nach drei Jahren

Im Beitrag über meinen ersten 3D-Drucker, den Mingda D2, habe ich euch einen ausführlichen Erfahrungsbericht zum Ender 3 V2 versprochen. Hier ist er, mit etwas Verspätung. Der Ender läuft bei mir seit Dezember 2020. Er hat damals auf Tipp meines Papas den Mingda ersetzt und druckt seitdem zuverlässig vor sich hin.

Creality Ender 3 V2 3D-Drucker auf einem Regal
Mein Ender 3 V2

Octoprint als Docker-Container auf Unraid

Gesteuert wird der Drucker nicht über die SD-Karte, sondern über Octoprint. Das läuft als Docker-Container auf meinem Unraid-Server, der Drucker hängt per USB direkt am Server. So kann ich Druckaufträge über das Netzwerk starten, den Fortschritt verfolgen und den Drucker auch unterwegs mit der Android-App Printoid steuern. Die Einrichtung war erstaunlich unkompliziert. Wichtig ist eigentlich nur, dass der USB-Port des Druckers an den Container durchgereicht wird.

Octoprint Weboberfläche mit Temperaturverlauf und Druckstatus
Octoprint im Browser

Der Trick mit dem 5V-Pin

Wenn der Drucker per USB an einem Rechner hängt, versorgt dieser das Mainboard des Druckers über den 5V-Pin mit Strom. Das Display bleibt dann an, obwohl der Drucker eigentlich ausgeschaltet ist. Spätestens bei der automatischen Abschaltung wird das zum Problem. Die Lösung ist simpel: ein kleines Stück Klebeband über den 5V-Pin des USB-Steckers. Die Datenleitungen bleiben frei, der Drucker bekommt aber keinen Strom mehr über USB.

Hauptmenü auf dem Display des Ender 3 V2
Das Display des Ender 3 V2

Automatisch ein- und ausschalten mit Tasmota

Der Drucker hängt an einer Sonoff-Steckdose, die ich mit Tasmota geflasht habe. Octoprint schaltet sie über ein Plugin ein, sobald ein Druck startet. Nach einem fertigen Druck schaltet es sie wieder ab. Ich muss also nicht danebensitzen, um den Drucker auszuschalten. Das ist bequem und spart Strom. Wie man so eine Steckdose flasht, habe ich am Beispiel der PowStro beschrieben.

Was ich damit drucke

Der Ender ist bei mir kein Gerät für große Projekte, sondern für kleine Alltagshelfer aus einfachem Filament. Ein Blick in meinen Ordner mit den fertigen Drucken zeigt das ganz gut:

  • Fürs Auto und unterwegs: Brodit-kompatible Smartphonehalter, ein Dock für das Pixel 5 und eine GoPro-Halterung für den Helm
  • Für den Haushalt: Haken für den Handtuchheizkörper, Seifenhalter, Kabelhalter, eine Bohrschablone für IKEA-Griffe und ein Zahnpastatubenquetscher
  • Kleinkram: Einkaufswagenchips, Schlüsselanhänger, eine Kartenbox für Uno und ein Fahrwerk für die DJI Mini 2
  • Für den Drucker selbst: eine Filamentführung und Hilfen zum Leveln des Druckbetts
Blau gedruckter Haken auf dem Glasdruckbett des Ender 3 V2
Frisch gedruckt: ein Haken direkt auf dem Glasdruckbett

Fazit

Für genau solche Sachen ist der Ender 3 V2 für mich der richtige Drucker. Er ist kein High-End-Gerät und lauter als versprochen, aber er macht seit Jahren zuverlässig seinen Job.

Falls ihr Fragen oder eigene Tipps habt, schreibt sie gern in die Kommentare.

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