Dawid Toppa

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Warum 4K Gaming mit 144 Hz (in den meisten Fällen) Mist ist

Warum 4K Gaming mit 144 Hz (in den meisten Fällen) Mist ist

Wollt ihr wirklich 4K Gaming mit 144 Hz betreiben?

Samsung 4K Display

Warum ich von 4K Gaming mit 144 Hz nicht viel halte? Überlegt euch folgendes Szenario:

Ihr habt eine Grafikkarte die schafft z. B. 60 fps bei FullHD (1920×1080) im noch aktuellen Shooter Battlefield 1 gerade so bei vollen Details. Das ist also der Faktor 1 der Leistung. Sagen wir die Beispielgrafikkarte wäre eine Nvidia GTX 1060 (weil die Nvidia GTX 1080 ja viel mehr schafft aber damit’s einfacher zum Rechnen ist).

Hier meine Beispielrechnung:

1920×1080@60hz = 2 Mio Pixel = 60 FPS
3840×2160@60hz = 8,3 Mio Pixel = ~14 FPS
3840×2160@144hz = ~ 5,83 FPS

Dieses Beispiel soll zeigen wie viel mehr Rechenleistung bei 4K Gaming mit 144 Hz gebraucht wird.
Selbst wenn die Nvidia GTX 1080 im Gegensatz zur 1060 zehn mal so schnell ist (was ja niemals so sein wird) wird’s niemals reichen mit 58 FPS, weil du ja 144 haben willst bei 4K…

Normalerweise sollten stabile 60 FPS für ein flüssiges Spielgefühl ausreichen aber wir möchten ja 144 für bessere Reaktion und ein noch flüssigeres Ergebnis.

Dazu ein Zitat der Gamestar: 

In anspruchsvollen Spielen tut sich selbst Nvidias sehr schnelle Geforce GTX 1080 Ti teils schwer damit, bei hohen Details in 4K fps-Werte jenseits der 60 Bilder pro Sekunde zu erreichen – ganz zu schweigen von den 144 Hertz, die der PG27UQ maximal unterstützt.

Selbst SLI ist da keine Lösung für 4K Gaming mit 144 Hz. Zumal die Leistung sowieso nicht verdoppelt wird, es bis Heute Kompatibilitätsprobleme gibt und es immer noch Berichte über Mikroruckler gibt.

 

Was ist die Alternative?

Entscheidet euch. Was möchtet ihr spielen? Wie ambitioniert möchtet ihr spielen? Muss es wirklich 4K Gaming mit 144 Hz sein? Es gibt eigentlich keine eierlegende Wollmilchsau unter den Monitoren. Das sowieso nicht. Es gibt allerdings Freesync sowie G-Sync Monitore. Diese haben je nach Modell einen Bereich in dem der Monitor die Bildwiederholungsrate an die aktuell erreichbare errechnete FPS der Grafikkarte anpasst und das in Echtzeit. Ihr könnt also auf einem 4K Monitor mit 144 Hz flüssig Counter-Strike Global Offensive spielen und bei Battlefield 1 wird G-Sync alles regeln. Klar kann die FPS dennoch so weit runtergehen, dass das Spiel gefühlt ruckelt (unter 60 FPS auch wenn es Konsolen mit 30 FPS gibt aber das ist ein anderes Thema). Allerdings ist es ein fühlbarer Unterschied mit solch einer Synchronisation wie Freesync oder G-Sync. Das schlimmste Gefühl ist es auf 144 Hz zu spielen und das Spiel hat z. B. unter 80 FPS. Dann fühlt sich alles irgendwie „ruckelig“ an, da der Monitor dann z. B. bei fast jedem zweiten Bild das gleiche anzeigt und es auch zu Zeilensprüngen etc. kommen kann. Dies wird mit diesen Technologien vermieden.

Wollt ihr wirklich ambitioniert Shooter spielen und der beste Progamer werden? Dann ist das Thema 4K sowieso nichts für euch. Fast alle bekannten Progamer spielen auf 24 Zoll FullHD Monitoren mit eingestellten 4:3 Auflösungen und Bildwiederholungsraten von 144 bis über 200 Hz.

Ich hatte lange Zeit lang einen BenQ XL2720Z. Dieser ist zwar 27 Zoll groß, weil ich keine Lust mehr auf meinen alten 23 Zoll Samsung und auch keine Lust mehr auf meinen LG 29 Zöller im 21:9 Format hatte, da der LG von der Höhe her einem 23-24 Zöller in 16:9 gleicht und somit trotzdem „klein“ ist. Der BenQ war aber mit seinen 144 Hz und eines echt kleinen Inputlags schon eher ein echter Gamingmonitor.

Was ich damit sagen will: Vergesst bei Onlinegames und vor allem bei Onlineshootern 2K, 4K und sowas. Beim richtigen kompetitiven Zocken fällt das sowieso nicht mehr auf und ihr konzentriert euch auf das nötigste.

Anders sieht es natürlich aus, wenn ihr gerne offline Simulationen oder Echtzeitstrategiespiele spielt. Da könnt ihr ja jederzeit die Uhr stoppen und euch das geschehen genauer anschauen sowie dabei auch eben die Grafik genießen. Dann könnt ihr bei entsprechender Hardware über 2K und 4K mit 144 Hz oder aber auch nur 60 Hz nachdenken.

 

Ich will aber am PC arbeiten und zocken

Ja das Problem habe ich auch. Ich bearbeite gerne Fotos und Videos am PC. Am Abend gibt’s auch mal ne Runde Rocket League. Zum Arbeiten in Windows habe ich gerne einen 2K IPS Monitor wegen dem vielen Platz auf dem Bildschirm und den natürlichen Farben.

Zum Gamen ist mir aber ein schnelles TN-Panel mit einer tollen Reaktionszeit wichtiger. Da wären wir wieder bei der Wollmilchsau die nicht existiert.

Die Lösung lautet: Dual Monitor Setup!

Holt euch einfach 2 Monitore. Ein TN Panel zum Gamen und ein IPS Panel wenn es um ambitionierte Farbwiedergabe geht. Wenn ihr nur grob Fotos bearbeitet und Videos schneidet, dann lasst das IPS Panel weg, denn ein TN Panel kann dies natürlich auch. Dann könnt ihr euch das Dual Monitor Setup sparen.

 

Meine persönliche Erfahrung

HP Omen 32

Ich hab das mit dem Dualmonitorsetup durch. Da ich ein Stromsparfuchs bin lief meistens nur der vor mir stehende TN-Panel Monitor. Der IPS Monitor welcher links von mir Stand war zu 99% ausgeschaltet, weil ich es als sinnlos empfand diesen mit einem Standbild zu betreiben.

Mein Setup bestand dann bis zuletzt aus einem BenQ XL2720Z und einem LG 27MP77HM-P. Die beiden sind nun aber weg. Anschließend habe ich mal einen Samsung QLED 32″ UHD-Monitor U32H850UMU LED probiert. Hier kommt dann übrigens noch ein Erfahrungsbericht dazu.

Der ist mittlerweile ebenfalls fort und danach sollte es ein HP Omen 32 W9S97AA 2K Monitor werden. Dieser konnte mich leider ebenfalls nicht überzeugen. Ganz im Gegenteil: Dieser Monitor ist eine Katastrophe. Mehr dazu dann auch hier

 

Die Hoffnung

LG 27 Zoll IPS mit Freesync

Da ich im Moment keine Lust mehr auf ein Dual Setup sowie 21:9 habe, versuche ich nun folgendes Modell: LG 27MP59G-P 

Aus diesem erhoffe ich mir ein Stück weit meine persönliche eierlegende Wollmilchsau. Warum fragt ihr euch?

Naja. Es handelt sich hierbei um ein farbenfrohes IPS Panel zum arbeiten, einer klassischen FullHD Auflösung mit 75! Hz zum Zocken und dann noch obendrein Freesync. Da ich mir in Zukunft eine AMD RX 580 8GB holen möchte, sobald diese für unter 200€ verfügbar wird, wäre das doch nett.

Ich erhoffe mir einen ausreichend geringen Inputlag zum angenehmen Mausschwingen in Windowsanwendungen und für ein paar Games. Außerdem freue ich mich wieder auf ein normales IPS Panel und hoffe, dass mir die 75 Hz (evtl. übertaktbar?) auch in Shootern ausreichen 🙂

Einen hoffentlich positiven Erfahrungsbericht gibt’s dann auch hier auf dieser Plattform.

 

Fazit oder es gibt sie doch? Die eierlegende Wollmilchsau unter den Monitoren

 

Der  LG 27MP59G-P ist es leider auch nicht geworden. Das Panel ist zwar schnell aber irgendwie ist es dennoch schlecht, da die niedrige Auflösung wirklich auffällt und ich aus einer Entfernung von ca. 70-80 cm „zwischen“ die Pixel schauen kann.

Außerdem hat er einen riesigen Rand wo das Panel bereits aufhört und dann kommt erst der Rahmen. Hier 2 Beispielfotos:

LG 27MP59G-P eingeschaltet LG 27MP59G-P ausgeschaltet rand

 

Nun liegt die ganze Hoffnung bei einem Acer XF270HUA

Dieser hat ein IPS Panel (Farbecht) welches in einem „Zero Frame“ Gehäuse verbaut ist (mit einem nur kleinen Rand) und mit 144 Hz taktet sowie eine glasklare 2K Auflösung. Bisher bin ich sehr zufrieden und dies könnte tatsächlich die eierlegende Wollmilchsau sein (die es ja eigentlich nicht geben soll), denn die 4 ms Reaktionszeit fallen mir beim besten Willen nicht auf, obwohl ich dafür eigentlich empfindlich sowie empfänglich bin.

Also ein Monitor der sowohl tolle echte Farben anzeigt, eine gute Auflösung zum arbeiten hat (Apple Retina Style) und auch richtiges Gaming möglich macht (144 Hz).

Leider schafft meine GeForce GTX 770 2GB nur 120 Hz über den Displayport bei 2K aber die nächste Grafikkarte wird dann 144 Hz unterstützen 🙂

Mehr dann zu dem Monitor hier.

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